Fremdenfeinde in unserem Land: Gespräch und Lesung von Mo Asumang mit Thorsten Schäfer-Gümbel und Hanka Kliese

Am 18.03.2016 fand im Rahmen der Leipziger Buchmesse sowie der Woche gegen Rassismus ein Gespräch und Lesung mit Thorsten Schäfer-Gümbel und Hanka Kliese statt.

In angenehmer Atmosphäre tauschten die afrodeutsche TV-Moderatorin Mo Asumang und interessierte Besucher der Veranstaltung in der Evanglisch-Reformierten Kirche in Leipzig Gedanken und Erfahrungen im Umgang mit Fremdenfeindlichkeit aus.

Mo Asumang, 1963 als Kind einer Deutschen und eines Ghanaers in Kassel geboren, wurde 1996 Deutschlands erste afrodeutsche TV-Moderatorin (»Liebe Sünde«). Seitdem arbeitet Asumang als Moderatorin, Filmemacherin (»Roots Germania« und »Die Arier«, beide Grimme-Preis nominiert), Dozentin und Schauspielerin. Die Morddrohung einer Neonazi-Band veranlasste Asumang, sich »face to face« mit dem Thema Rassismus zu beschäftigen.
Mo Asumang ließ in der Abendveranstaltung sehr persönliche Einblicke in ihr Leben zu und legte Erkenntnisse aus ihrem vielfältigen Einsatz gegen rechten Hass und Hetze offen.

Ein Abend, der auf fremdenfeindliche Haltungen aus Teilen der Gesellschaft hinwies, jedoch zugleich deutlich werden ließ, dass die Mehrheit in unserem Land sich klar zu Menschlichkeit und Toleranz bekennt.

„Wo jedoch fremdenfeindliche Tendenzen den inneren Frieden unmöglich machen“, so Thorsten Schäfer-Gümbel, „da muss sich Politik entschlossen zeigen und konkret handeln. Es muss von allen Kräften der Demokratie klare Kante gegen Rassismus gezeigt werden.“

Ein Bekenntnis, dem nichts hinzu zu setzen ist.

 

 

Mo Asumang, Mo und die Arier. Allein unter Rassisten und Neonazis. Fischer Verlage. 2016
ISBN: 978-3-596-03443-7

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